Wer ist Angie?

Angie-Kur­se kön­nen Kin­der tief berüh­ren und magisch sein. Es liegt ein Zau­ber dar­in, gemein­sam den Tie­ren zuzu­hö­ren, ihnen mit offe­nen Sin­nen zu begeg­nen und sie acht­sam zu berüh­ren. Die Angie-Tech­ni­ken eig­nen sich gut, die­sen Zau­ber zu trans­por­tie­ren. Geschich­ten rund um “Angie” wer­den von den Kin­dern ger­ne ange­nom­men und die Ver­bun­den­heit zum Pferd wird in den Bil­dern und Fan­ta­sien noch tie­fer erfah­ren:

Angie ist der Schutz­en­gel der Tie­re. Sie ist ein elfen­haf­tes, unsicht­ba­res, klei­nes geflü­gel­tes Pferd, dass immer dann da ist, wenn sich Men­schen und Tie­re in ihrem Kern, ihrem tiefs­ten inne­ren Wesen, erken­nen.

In den alten Zei­ten hat­te Angie Freun­de unter den Sehern und Hei­lern, die die Spra­che der Tie­re ver­stan­den. Heu­te sind sol­che Men­schen sel­ten gewor­den, weil sie so viel Zeit dar­auf ver­wen­den, das Spre­chen mit Tie­ren und Pflan­zen und Geis­tes­we­sen zu ver­ler­nen. Um schnel­ler zu sein, als das Ver­ler­nen – tut sich Angie mit den jun­gen Men­schen zusam­men, bevor sie mit dem Ver­ler­nen fer­tig sind. Das geht ja zum Glück, denn da wo Tie­re sind, sind auch die­se Men­schen­jun­gen recht häu­fig.

Angie ist die Ver­bün­de­te der Kin­der.

Bei Angie-Kur­sen flitzt sie ger­ne lachend und Ster­nen­staub sprü­hend zwi­schen den Kin­dern und Pfer­den hin und her.

Buch: Mein Pferd, mein Freund

Wo Angie die Unter­stüt­zung mensch­li­cher Pfer­de­schutz­en­gel braucht, und wenn jemand mit sei­nem Kör­per und sei­nen Hän­den da sein muss, greif- und sicht­bar– da benö­tigt sie eure Hil­fe.

Oder wenn jemand mit den Tie­ren spre­chen muss – auch da könnt Ihr ihr hel­fen! Wenn ihr euch von Herz zu Herz mit einem Pferd ver­bin­det, ihr eure Augen und Ohren schult, um sei­ne Bedürf­nis­se in kleins­ten Zei­chen zu erken­nen, wenn ihr euch öff­net, um wirk­lich zu ver­ste­hen, dann ist Angie-Ener­gie in euch.

Ihr könnt sie spü­ren, wenn ihr eure Hän­de so auf ein Pferd legt, dass es euch berührt, wie ihr es berührt.

Sie ist auch da, wenn ihr euch tat­kräf­tig dafür ein­setzt, dass Pfer­de mög­lichst art­ge­recht leben und ohne Angst, Stress oder Lan­ge­wei­le ler­nen dür­fen.

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Und dann gibt es ja noch die­se ganz ver­zwick­ten Fäl­le, in denen klei­ne und gro­ße Men­schen recht hilf­los sind und gar nicht hel­fen kön­nen, Hän­de und Sicht­bar­keit hin und her. Da muss eine grö­ße­re Kraft mit­hel­fen, dann kannst du Angie rufen – auf dei­ne ganz per­sön­li­che Art. Sie wird sich dem Tier, das Hil­fe braucht, zei­gen und ihm bei­ste­hen.

 

Was ist ein Angie-Kurs?

Angie-Kur­se sind mehr als Reit­kur­se. Sie basie­ren auf der Phi­lo­so­phie und den Tech­ni­ken der Tel­ling­ton TTouch® Metho­de, berei­chert durch Ele­men­te von Con­nec­ted Riding®, Cli­cker-Trai­ning, manch­mal Tier­kom­mu­ni­ka­ti­on und vie­len theo­re­ti­schen Inhal­ten rund um das Pferd und Rei­ten. Angie-Kur­se sind eine viel­sei­ti­ge Men­schen­schu­le und ange­wand­te Acht­sam­keits­schu­le, so bie­ten sie auch sehr vie­le Chan­cen für inklu­si­ve Ange­bo­te.

Es gibt sie­ben auf­ein­an­der auf­bau­en­de Stu­fen von der ers­ten Begeg­nung mit dem Equi­den bis hin zur kom­pe­ten­ten Aus­bil­dung von Jung­pfer­den, wel­che ganz­heit­lich das Wachs­tum von Kin­der und Jugend­li­chen berei­chern. Das Kon­zept trans­por­tiert durch sich selbst (und die inne­lie­gen­de Tel­ling­ton-Phi­lo­so­phie) den wert­vol­len päd­ago­gi­schen Back­ground.

Durch jede Stu­fe führt eine Lern­ziel­samm­lung, wel­cher Unter­rich­ten­de und Teil­neh­men­de gemein­sam fol­gen.

Angie-Kur­se kön­nen ein guter Ein­stieg ins Rei­ten sein oder erfah­re­nen Pfer­de­fans neue Impul­se geben. Die jüngs­ten Angie-Kids sind ca. 4 Jah­re alt, die ältes­ten berei­chern häu­fig als jun­ge Erwach­se­ne als kom­pe­ten­te Pfer­de­aus­bil­de­rIn­nen (Prac­ti­tio­ner) die Tel­ling­ton-Gemein­schaft.  

 

Die Angie-Kur­se wur­den von Bibi Degn ent­wi­ckelt, von Rela­na Beck (und Ande­ren) wis­sen­schaft­lich unter­sucht und lang­jäh­rig als Basis einer Reit­schu­le prak­tisch erprobt. Die Unter­richts­er­fah­run­gen ande­rer Tel­ling­ton TTouch Prac­ti­tio­ner berei­cher­ten uns um wert­vol­le Erfah­run­gen, so dass man das Kon­zept schließ­lich in die Hän­de des gemein­nüt­zi­gen Ver­eins Ani­mal Ambassa­dors e.V. gelegt hat, um gemein­sam für die Qua­li­tät und Wei­ter­ent­wick­lung der Kur­se die Ver­ant­wor­tung zu tra­gen.

Angie kommt zu Ihnen

Kurs bei dir am Hof

2 + 12 =

Wir bie­ten Angie-Kur­se an vie­len ver­schie­de­nen Orten in Deutsch­land an. Die Kurs­termi­ne kön­nen Sie dem Kalen­der ent­neh­men. Die teil­neh­men­den Pfer­de und Ponies sind über­wie­gend von unse­ren Leh­re­rIn­nen nach Tel­ling­ton und Con­nec­ted Riding aus­ge­bil­det.  Dar­über hin­aus besteht bei den meis­ten Kur­sen die Mög­lich­keit, ein eige­nes Pferd mit­zu­brin­gen. Vor­er­fah­run­gen der Pfer­de mit den genann­ten Aus­bil­dungs­me­tho­den sind nicht nötig.

Wei­te­re Kur­se kön­nen ab einer Min­dest­zahl von 4 Kin­dern ver­ein­bart wer­den.

Sie kön­nen uns auch auf Ihren Hof oder in ihre tier­ge­stützt arbei­ten­de Ein­rich­tung ein­la­den, um einen Kin­der­kurs zu ver­an­stal­ten und/ oder Angie-Kurs­leh­re­rIn­nen aus­zu­bil­den.

 

Angie-Hun­de­kur­se

Der­zeit arbei­tet ein Ani­mal Ambassa­dors — Arbeits­kreis an der (Wei­ter-) Ent­wick­lung der Angie-Kur­se (s.o.) als päd­ago­gi­sches Kon­zept mit Hun­den und ande­ren Tie­ren. In Ame­ri­ka hat es bereits ein beein­dru­cken­des Pro­jekt von Tina Hutton gege­ben, in dem straf­fäl­lig gewor­de­ne Jugend­li­che zu Hun­de­trai­nern nach Tel­ling­ton aus­ge­bil­det wur­den.

Tier­ge­stütz­te Arbeit und Ani­mal Ambassa­dors

 

Ganz­heit­li­che Ent­wick­lung mit Pfer­den

Das Zusam­men-SEIN mit Tie­ren birgt unend­lich vie­le Aspek­te, die eine umfas­sen­de Ent­wick­lung begüns­ti­gen.

 

In der tier­ge­stütz­ten Arbeit ler­nen Kin­der und Jugend­li­chen mit beson­de­rem För­der­be­darf in Ein­zel- oder inklu­si­ven Grup­pen­stun­den von und mit Tie­ren als Co-The­ra­peu­ten.

Tie­re kön­nen uns in Kon­takt mit uns selbst und mit ande­ren brin­gen. Sie sind wert­frei, leben im Moment, haben beson­ders auch auf Kin­der einen enor­men Auf­for­de­rungs­cha­rak­ter und kön­nen uns immer wie­der zu einem tie­fe­ren Ver­ständ­nis der Welt brin­gen.  Sie wecken in uns Emo­tio­nen, indem sie unse­re Sin­ne auf viel­fäl­ti­ge Wei­se anspre­chen, uns Pro­jek­ti­ons­flä­che bie­ten, uns spie­geln, mit uns non­ver­bal kom­mu­ni­zie­ren.

 

Tie­re sind unse­re Leh­rer.

Ler­nen ist emo­tio­nal beglei­tet. Beim Ler­nen mit Tie­ren fin­det die Ver­knüp­fung mit unse­ren Emo­tio­nen auto­ma­tisch statt, und indem sie uns ger­ne begeg­nen, wenn wir uns öff­nen, ent­spannt, klar und authen­tisch sind, ent­steht ein frucht­ba­rer Boden für tie­fe Lern­er­fah­run­gen.

„Es ist wich­tig zu ver­ste­hen, dass emo­tio­na­le Intel­li­genz nicht das Gegen­teil von Intel­li­genz ist. Es ist nicht der Sieg des Her­zens über das Gehirn. Es ist die Kreu­zung von bei­dem.“ (David Caru­so, Schau­spie­ler)

In den Angie-Kur­sen ler­nen Kin­der bestimm­te Tech­ni­ken der acht­sa­men Kör­per­ar­beit, die Men­schen und Tie­re tief, in ihrem Kern, berührt. Sie kom­men über das Füh­len — im Sin­ne von Wahr­neh­mung über die Sin­ne — zum Gefühl, zum Füh­len im Innen.

“Dif­fe­ren­ziert wahr­zu­neh­men, was ich im Innen füh­le, ist hilf­reich, weil ich das mit ein­be­zie­hen kann in das, was ich dann viel­leicht tue oder nicht tue,” (Kat­ja Eis, Kör­per­psy­cho­the­ra­peu­tin)

Dar­in liegt ein gro­ßer Schatz beson­ders für die tier­ge­stütz­te Arbeit.

Indem die Kin­der ins Füh­len kom­men, sich sel­ber und ihr Gegen­über, kann sich ihre Empa­thie ent­wi­ckeln. Sie ler­nen, ihrer Intui­ti­on, ihrem Gefühl in Reso­nanz zu den Pfer­den, zu ver­trau­en, schu­len ihre dif­fe­ren­zier­te Wahr­neh­mung und wer­den kom­pe­tent in ihren Hand­lun­gen.

Und zwar genau dann, wenn sie ihre eige­nen Erfah­run­gen im Kon­takt mit den Pfer­den machen dür­fen und wir ihnen ledig­lich hel­fen in der „Über­set­zung“, wenn sie uns kon­kret danach fra­gen. Wir ver­trau­en ihrem Anlie­gen und dem, was ihre gesun­den Antei­le dar­in fin­den kön­nen zu einem bestimm­ten Zeit­punkt im Kon­takt mit den füh­len­den, reso­nie­ren­den Pfer­den.

Dar­aus ver­steht sich, dass unse­re Pfer­de in ihrer Indi­vi­dua­li­tät geschätzt wer­den, d.h. sie sol­len nicht mög­lichst gut „funk­tio­nie­ren“, son­dern dür­fen sich äußern und haben genau­so ein Recht auf eine acht­sa­me, angst­freie Ent­wick­lung von Kör­per und Geist wie die Men­schen, die ihnen begeg­nen.

 

Kin­der sind oft mühe­los kon­gru­ent in ihrem Füh­len im Außen (Sin­nes­wahr­neh­mung) und Innen (Gefühl).

(Foto: Rela­na Beck)

 

Wie schön, wenn die sanft aus­ge­streck­ten “Füh­ler”

(sehr sinn­bild­lich ? sich im Ver­trau­en begeg­nen. (Foto: Kla­ra Böh­me)